weil.
Über mich

Warum weil.?

Weil mein Neffe recht hatte. Die ganze Geschichte steht hier.

Die Geschichte hinter dem Namen

Mein Neffe Niklas hat als kleiner Junge auf jedes Warum mit einem einzigen Wort geantwortet: Weil. Nicht trotzig, nicht ausweichend, sondern mit der ganzen Ruhe eines Menschen, der weiß, dass die Sache damit erledigt ist. Warum hast du das gemacht? Weil. Warum willst du nicht? Weil. Punkt.

Uns beide verbindet seit immer etwas Besonderes, und das Wort ist geblieben. Es ist in unserer Familie bis heute eine vollständige Antwort. Meine Tochter, inzwischen Anfang 20, hat es übernommen, ohne dass es je jemand erklärt hätte. Wenn bei uns jemand „weil." sagt, fragt niemand weiter. Es heißt: Es gibt einen Grund. Vertrau mir.

Niklas ist heute ein erfolgreicher Mann. Und ich habe aus seinem Wort meinen Beruf gemacht. Denn genau das ist systemische Arbeit: davon auszugehen, dass hinter allem, was Menschen tun, ein Grund steckt. Auch wenn er gerade niemandem einfällt. Auch wenn er auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt. Ihn zu finden, ist der Anfang von allem, was danach besser werden kann.

Darum heißt es hier nicht darum, sondern weil.

Verena Wassen

Verena Wassen

Ich bin Diplom-Sozialpädagogin, systemische Therapeutin und Kinderschutzfachkraft, und ich arbeite seit 25 Jahren in Familien. Angefangen in der Familienhilfe, dann viele Jahre als Erziehungsbeiständin, heute vor allem therapeutisch, in und mit Familien, oft bei ihnen zu Hause.

Ich habe in der Drogenberatung gearbeitet, Fachkräfte in Kinderschutz geschult, Studierende unterrichtet und einen eigenen Träger der Jugendhilfe gegründet. Ich habe Familien gesehen, bei denen alle aufgegeben hatten, und erlebt, dass es trotzdem weiterging. Das ist der Grund, warum ich tue, was ich tue.

Was mich von vielen unterscheidet: Ich arbeite nicht mit Programmen, sondern mit Hypothesen. Ich frage nicht, was ein Kind tun soll, sondern warum es tut, was es tut. Und ich sage, was ich sehe, auch wenn es unbequem ist. Dafür ohne Fachsprache, ohne Belehrung, und ohne dass jemand sich klein fühlen muss.

Privat lebe ich mit meiner Familie und einer Menge Tiere am Rand des Ruhrgebiets. Online beraten kann ich von überall, und das ist der Grund, warum es weil. gibt: damit Hilfe nicht daran scheitert, dass niemand das Kind nimmt, während man zur Beratungsstelle fährt.

Das Tandem

Für die Beratung im Tandem arbeite ich mit Kolleg*innen zusammen, die ich seit Jahren aus der gemeinsamen Arbeit in der Jugendhilfe kenne. Alle sind systemisch ausgebildet. Ob als zweite Person eine Kollegin oder ein Kollege dabei ist, entscheiden Sie beim Buchen.

Woran wir uns halten

Wir suchen Gründe, keine Schuld.

Wir arbeiten wertschätzend und ressourcenorientiert. Niemand verlässt ein Gespräch mit dem Gefühl, versagt zu haben. Das ist keine Freundlichkeit, sondern Methode: Wer sich schuldig fühlt, verteidigt sich, und wer sich verteidigt, kann nicht mehr hinschauen. Verhalten entsteht immer im Zusammenspiel, zwischen Menschen, in einer Geschichte, in einem System aus Beziehungen. Wir fragen deshalb nicht, wer schuld ist, sondern was gerade seinen Platz braucht und wofür das Verhalten eine Lösung war, bevor es zum Problem wurde. Es geht nie um Schuld, höchstens darum, Verantwortung zu übernehmen.

Wir sagen, was wir sehen.

Auch, wenn es unbequem ist. Auch, wenn es heißt: Das ist nichts für uns, Sie brauchen jemand anderen. Wir arbeiten mit Hypothesen, nicht mit Diagnosen, und eine Hypothese ist nur dann etwas wert, wenn sie laut ausgesprochen wird und sich an der Wirklichkeit reiben darf. Beratung, die nur nett ist, bestätigt bloß, was ohnehin schon alle fühlen, und bringt niemanden weiter.

Was Sie uns erzählen, bleibt bei uns.

Keine Akte, keine Weitergabe, keine Aufzeichnung. Was in einem Gespräch entsteht, gehört dem Raum, in dem es entstanden ist, nicht einer Datei, die irgendwann jemand anderes liest. Nur so kann überhaupt etwas Ehrliches gesagt werden. Die einzige Ausnahme ist die, die das Gesetz uns allen vorschreibt: Wenn ein Kind in Gefahr ist, handeln wir. Das sagen wir Ihnen dann auch, offen und vorher, nicht hinter Ihrem Rücken.

Zwei Hüte passen nicht auf einen Kopf.

Ich leite außerdem einen Träger der Jugendhilfe in Duisburg. Deshalb beraten wir bei weil. keine Familien, die dort eine Hilfe bekommen oder in einem laufenden Verfahren beim Jugendamt Duisburg stehen. Systemisch heißt auch: Wer in einem System welche Rolle hat, verändert, was möglich ist. Als Trägerleitung und als Beraterin gleichzeitig wäre ich für Sie zwei Dinge in einer Person, und Sie könnten sich nie ganz sicher sein, welches davon gerade zuhört. Nicht aus Unlust also, sondern weil Sie sonst nicht wüssten, mit wem Sie gerade reden, und das wäre keine gute Grundlage für irgendetwas.