Das kann vorkommen. Für die Ablösung vom Elternhaus gehört das sogar dazu. Und es muss trotzdem nicht so bleiben, wie es gerade ist. Für Eltern von Elf- bis Siebzehnjährigen, die ihr Kind kaum wiedererkennen.
Mit elf, zwölf fängt im Kopf Ihres Kindes ein Umbau an, der ungefähr so lange dauert wie ein Hausbau und ähnlich viel Lärm macht. Alles wird neu verdrahtet: Gefühle, Antrieb, die Fähigkeit, Folgen abzuschätzen. Das Letzte, was fertig wird, ist die Bremse.
Von außen sieht das aus wie Faulheit, Frechheit, Rückzug, Handysucht, Undankbarkeit. Von innen ist es ein Mensch, der sich selbst gerade nicht versteht und deshalb alle anderen wegschiebt. Vor allem die, die ihm am nächsten sind.
Eltern können diesen Umbau nicht verhindern. Aber sie können entscheiden, ob sie dabei zur Gegenseite werden oder zum Boden, auf den das Kind zurückkommt. Darum geht es hier. Wertschätzend und ressourcenorientiert: Es geht nicht um Schuld, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen.
Meistens ja. Rückzug, Stimmungsschwankungen, Streit um alles, die Zimmertür als Grenze: alles Pubertät. Wann es mehr ist, hat Zeichen, und die lernen Sie zu erkennen. Dazu gehört, wann ein Gespräch mit uns reicht und wann Sie woanders hin müssen.
Nicht über Gespräche am Küchentisch mit Blickkontakt, das ist für einen Vierzehnjährigen eine Prüfung. Sondern nebenbei, im Auto, beim Kochen, beim Zocken. Wir zeigen Ihnen, wie Kontakt aussieht, wenn das Kind ihn gerade nicht will und trotzdem braucht.
Das Handy ist nicht das Problem. Es ist der Ort, an dem Ihr Kind gerade lebt. Wir reden darüber, wie Regeln aussehen können, die nicht jeden Abend neuen Streit auslösen, und was hinter dem Bildschirm oft wirklich los ist.
Jugendliche brauchen Grenzen und gleichzeitig jemanden, der auf ihrer Seite bleibt. Der Unterschied liegt in der Haltung, nicht in der Strenge. Wie man klar bleibt, ohne das Kind zu verlieren, ist das Kernthema des Kurses.
Es gibt Zeichen, bei denen man nicht abwartet. Wir sagen Ihnen offen, welche das sind, und wohin Sie dann gehen. Beratung ersetzt dann nichts, aber sie hilft, den Weg zu finden.
Fünf Abende à 90 Minuten in einer festen Gruppe, sechs bis acht Eltern. Was im Kopf gerade passiert, Loslassen ohne Verlieren, Streit als Entwicklung, Handy und Rückzug, und: Wann ist es ernst.
Sechzig Minuten zu Ihrem Kind und Ihrer Situation. Sie erzählen, wir fragen nach. Auf Wunsch kann Ihr Kind beim zweiten Termin dabei sein, aber nur, wenn es das selbst will.
Dreißig Minuten, kurzfristig, auch abends. Für die eine Frage, die gerade alles blockiert.
Neunzig Minuten online für Klassenpflegschaften der Jahrgänge sechs bis acht. Was Eltern über diese Jahre wissen sollten, bevor es schwierig wird. Buchbar durch Elternvertreter*innen oder die Schule.
Suchen Sie sich einen freien Termin aus. Sie bekommen sofort eine Bestätigung und den Videolink per Mail. Bezahlt wird nach dem Gespräch, per Rechnung.
Der Kalender wird von Cal.com bereitgestellt. Falls er nicht lädt: kurz schreiben, wir melden uns mit Terminvorschlägen.
Falls das Geld gerade nicht da ist.
Erziehungsberatung gibt es auch kostenlos, in jeder Beratungsstelle in Ihrer Nähe. Das ist kein schlechteres Angebot, nur ein anderes, oft mit Wartezeit. Die nächste Stelle finden Sie über die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.